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Michael
05.09.2006, 09:58
Und wieder mal eine nette Studie über die Internetsucht.


Krankhafte Internetnutzer sind oft psychisch vorgeschädigt

Pilotstudie der Augsburger Psychologin Silvia Kratzer erschienen

Die Augsburger Psychologin Dr. Silvia Kratzer kommt im Rahmen der Untersuchung "Pathologische Internetnutzung - eine Pilotstudie zum Störungsbild" zu dem Schluss, dass Internetsüchtige meist schon vorher psychische Störungen aufweisen.

Pathologische Internetnutzung wurde ursprünglich als eine durch das Medium selbst verursachte Abhängigkeit bei zunächst "gesunden" Menschen gesehen. Im Laufe der Zeit hat die Forschung dann Persönlichkeitsmerkmale - z.B. Impulsivität - in den Blick genommen, die zu einer pathologischen Internetnutzung führen könnten, also bereits vorhandene psychische Beeinträchtigungen oder Störungen als ursächlich für eine pathologische Internetnutzung in Betracht gezogen.

Die bisherigen Forschungsergebnisse ermöglichen eine Einteilung des Phänomens der pathologischen Internetnutzung: Auf der einen Seite steht - besonders bei Jugendlichen - ein zwar exzessives Verhalten, das aber zeitlich begrenzt ist und insofern als normal gelten kann. Auf der anderen Seite steht ein krankhaftes Verhalten mit suchtähnlichem Charakter, das in Zusammenhang mit Depressionen und mit einem Gefühl der Einsamkeit oder mit psychischen Störungen stehen kann.

Kratzer untersuchte 61 Personen, die sich entweder in der "Münchner Ambulanz für Internet-Abhängige" gemeldet hatten oder über Aushänge rekrutiert werden konnten. Anders als bei den meisten Untersuchungen auf diesem Gebiet wurden Befragung und Testung nicht online durchgeführt, sondern persönlich und mit einem standardisierten computergestützten Diagnostik-Instrument.

Das zentrale Ergebnis: Unter den krankhaften Internetnutzern wurde bei 27 von 30 Personen eine psychische Störung diagnostiziert, in der 31-köpfigen Vergleichsgruppe der nicht pathologischen Nutzer war dies nur bei 7 Personen der Fall. Charakteristisch für die Gruppe der pathologischen Nutzer ist zudem eine Neigung zu Chat-Angeboten.
Manchmal frag ich mich wirklich ob die Menschen keine anderen Probleme haben, wo es vielleicht wichtiger wäre sich drum zu bemühen diese wenigstens ansatz weiße zulösen.

Norbert
05.09.2006, 10:17
Man sollte sich mal fragen, wer solche Studien in Auftrag gibt... das steht nämlich nie dabei. Dann könnte man sich ein objektives Bild machen. Ich sehe schon die ersten Eltern, deren Kind(er) im Internet surfen, besorgt irgendwelche Ärzte oder Gurus anrufen, weil ihr Kind möglicherweise schon vorher psychologisch geschädigt gewesen sein soll. :huh:

Michael
05.09.2006, 11:09
das stimmt, aber dann sollten sich diese eltern aber unter anderem fragen ob sie nicht irgendwas zu der angeblichen störung beigetragen haben.:eek:
aber ich find es geil das es schon ein ambulanz dienst in münchen für internetsüchtige gibt.

aber was nie erwähnt wird ist das man vielleicht mit alten bekannten übers i-net in kontakt bleiben kann, die weg gezogen sind oder ausgewandert.:huh:

Markus
05.09.2006, 11:25
Bei sowas werden nur die negativen Sachen dargestellt, die positiven Sachen werden nicht erwähnt.Somit wirkt es besser und gibt der Studie einen Sinn. Nicht jeder der ab und zu mal Bier trinkt ist Alkoholiker.

Michael
05.09.2006, 12:35
du wirst lachen wenn es in regelmäßigen abständen ist bzw. eine regelmäßige anzahl in der woche.
sagen wir du trinkst abends zum essen mal ein glas wein (und das täglich bzw. regelmäßig in der woche) bist du schon streng genommen ein alkoholiker bzw. wirst so eingestuft.

Markus
05.09.2006, 12:47
Jetzt sprichst du wieder von einer Regelmässigkeit, das stimmt wenn du jeden Tag 1 Flasche Bier trinkst, dann hör doch nach 5 Jahren einfach mal damit auf.

Es gibt viele verschieden Arten von Sucht, und im Endeffekt sollte man mit allen vorsichtig sein. Wenn du 2 Wochen ohne PC auskommst dann denke ich, ist noch alles im grünen Bereich.

Bei den meisten ist langeweile oder Zeitvertreib der Grund warum sie dauernd im I-Net hängen.

Generell würde ich bei Kindern den Konsum von allen Sachen einschränken.

Norbert
05.09.2006, 13:27
Ich denke, solang man es selbst kontrollieren kann, ist noch alles in Ordnung. Wenn mich heute meine Freunde anrufen und mal wieder ordentlich drauf hauen wollen :00000704: :) und ich nicht an WOW bzw. Internet kleben bleib, gehts mir gut. ;)

Manche würden sagen: Ich flüchte vom der Internet-Sucht in die Alkoholsucht...

Patrick
05.09.2006, 18:06
....hmMMhm...bIN auCH sÜÜüchTIg ...*grrrRRr*...*hRHrrHrrr*