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Michael
09.10.2006, 12:33
Kinderarbeit: 12 Stunden World of Warcraft pro Tag

Chinesische Banden zwingen Jugendliche zum Spielen

Laut eines Berichts der Tagesthemen locken in China skrupellose Geschäftemacher Kinder und Jugendliche mit dem Versprechen, ihnen für das Spielen am Computer Geld zu zahlen. Wer sich darauf einlasse, müsse dann 12 Stunden pro Tag ohne Unterbrechung in Online-Rollenspielen wie World of Warcraft Geld verdienen, dass dann von den Bandenchefs für echtes Geld weiter verkauft wird.




http://red.as-eu.falkag.net/dat/bgf/trpix.gif?&rdm=07217444&dlv=774,35756,632926,292142,1027537&kid=292142&chw=9300233-9292142-&tcs=&bls3=000000U&bls4=000000632921&uid=1&dmn=.dip0.t-ipconnect.de&scx=1024&scy=768&scc=32&sta=,,,0,,,,,,,0,2,0,167,140,1228,11,0&iid=632926&bid=1027537
Die ARD-Nachrichtensendung zeigte Bilder (http://www.tagesschau.de/sendungen/0,1196,SPM11_VID5978054_OIT5977866_RESms256_PLYint ernal_NAV,00.html) vom chinesischen Staatsfernsehsender CCTV, bei denen mit versteckter Kamera in einem engen Wohnbüro gedreht wurde, in dem die Kinder und Jugendlichen in zwei 12-Stunden-Schichten - ohne Freizeit - abwechselnd arbeiten und schlafen. In diesem Fall war auf den Bildschirmen nur World of Warcraft zu sehen, wo Gold "gefarmt" und später über Online-Auktionshäuser wie eBay weiter verkauft wird.

Die Spieler werden auf der Straße mit Plakaten, Lautsprechern und direkten Gesprächen angeworben. Da die Pässe von den Bandenchefs eingesammelt würden, seien die Ausgebeuteten meist in deren Händen. Das Essen sei schlecht, berichtet ein Betroffener, der von zu Hause weggelaufen ist und sich schämt zu seinen Eltern zurück zu kehren. Dass es um die Gesundheit der Dauerspieler nicht zum Besten steht, merkt auch zynisch einer der verdeckt gefilmten Bandenchefs an, selbst ein Olympia-Sportler würde nach 2 Monaten Spielen schwach sein.

World of Warcraft ist mit 6,5 Millionen Abonnenten weiterhin das erfolgreichste Online-Rollenspiel, es beschert dem Entwicklerstudio Blizzard und dem Publisher Vivendi Games viel Geld. Da es die Spieler viel Zeit kostet, Erfahrungspunkte und Gold zu sammeln, um damit die eigenen Helden zu verbessern, ist es für so manchen verlockend, per Gold-Erwerb gegen echtes Geld, Zeit und Nerven zu sparen. Die Anbieter von Online-Rollenspielen sehen solche Geschäfte weniger gerne, in der Regel verstoßen sie gegen die Nutzungsbestimmungen.

In World of Warcraft und Co. sind professionelle Spieler auch bei normalen Kunden nicht gerne gesehen, da sie mitunter die Spielbalance und den Spielfluß empfindlich stören. Zudem gibt es immer wieder Berichte von Betrugsfällen, in denen die Anbieter von virtueller Währung nach der Bezahlung nicht liefern. Der Kunde ist in diesem Fall der doppelt Gelackmeierte - denn wer sich beim Spielbetreiber beschwert, riskiert seinen Spiel-Zugang gesperrt zu bekommen.
(Quelle: http://www.golem.de/0610/48248.html )

Hier noch ein Video zu dem Thema: http://www.tagesschau.de/sendungen/0,1196,SPM11_VID5978054_OIT5977866_RESms256_PLYint ernal_NAV,00.html

Ghool
09.10.2006, 18:46
Kenne Leute die Spielen noch länger Täglich

und das freiwillig

Isiris
09.10.2006, 19:18
wenns freiwillig ist, ist es ihre schuld, aber die Kinder tun mir total leid :crying:

Ghool
09.10.2006, 19:59
Selbst wenn es freiwillig ist 8 Stunden/Tag ohne pause sind schon zuviel. Und wenn diejenigen unter 18 sind haben meineserachtens die Eltern die größte schuld wenn sie ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen.
Hatte das schon eine Größere Diskussion mit den Eltern eines Solchen (nein Mike du bist nicht gemeint :D)
Aber das ist ein anderes Thema.

Sicherlich tun mir die Kinder auch leid. Aber da ist es egal was wo und wann Kinderarbeit (also ich sag mal bis 14 oder 15) gehört sich nicht.
Mit 15 gehts normalerweise schon in die Lehre (Deutschland) wenn ich richtig gerechnet habe. Aber andere Länder andere Sitten

Da es die Chinesen eh nicht so mit den Menschenrechten haben ist das in deren Land wohl alltäglich. Ob sie jetzt Reis ernten oder am PC zocken müssen ist doch im endeffekt das gleiche. Wobei das wohl noch das bessere Los ist. Da es ja indirekt auch noch mehr oder weniger freiwillig ist wenn man zwischen den zeilen liest.

Sowas haben wir mit unseren Drückern ja auch was jetzt vielleicht nicht nur kinder sind aber deren schicksal wohl gleichzusetzen ist.

Aber wie willst das unterbinden das ist doch eher die frage aufregen kann man sich immer darüber. Viel wichtiger ist es aber über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken.

Blizzard wird den teufel tun und das geldfarmen komplett zu unterbinden die picken sich hin und wieder welche raus bei 6,5 mill abbos weltweit sind 30.000 gebannte ACCS wohl nix

Aber schau mal die einschlägigen seiten an wie z.B. Ebay.

Diese Grauzone "es wird nur für die zeit bezahlt die benötigt wurde das geld zu besorgen ist das ganze wieder halbwegs rechtens, weil eine dienstleistung kannst und darfst du verkaufen".

Und ich habe noch nicht von einer Unterlassungsklage seitens Blizzard gehört. Acc Bannen ist recht und schön aber damit triffst nicht die großen Köpfe.

Also wie willst das unterbinden. Wenn ein solcher Anbieter weggeklagt wurde kommen doch 3 weitere nach.

Mein Lösungsvorschlag wäre

Einmal im Monat maximal 100 G transferieren pro ACC sicherlich nicht schön aber ich denke das wird einiges bewirken.

Ok dann wird es andere Lösungen geben das zu umgehen wie z.B. einen heiltrank reinsetzen lassen für 100g aber dennoch wäre der aufwand nicht ganz unerheblich und solche pseudo sachen würden auch auffallen. Aber ich kann mir nicht vorstellen das sich Blizzard zu sowas hinreissen lässt.

Schön wärs im Sinne der Kinder

jm2ct

Patrick
10.10.2006, 17:21
Meines Erachtens ist es auch schon zuviel jeden Tag zu zocken.
Dieses Suchtpotential wird stark in den Hintergrund gedrängt, wobei es Fakt ist das Leute süchtig nach der Fiktiven (vielleicht Besseren) Welt sind.
War selber mal so drauf das ich morgens zur Arbeit gegangen bin, mit dem Gedanken was ich alles tolles machen kann wenn ich Heim komme...doch nun habe ich den Abstand gewonnen der es mir möglich macht das alles klarer zu sehen.

In diesem Sinne.

Markus
10.10.2006, 18:04
Meines Erachtens ist es auch schon zuviel jeden Tag zu zocken.
Dieses Suchtpotential wird stark in den Hintergrund gedrängt, wobei es Fakt ist das Leute süchtig nach der Fiktiven (vielleicht Besseren) Welt sind.
War selber mal so drauf das ich morgens zur Arbeit gegangen bin, mit dem Gedanken was ich alles tolles machen kann wenn ich Heim komme...doch nun habe ich den Abstand gewonnen der es mir möglich macht das alles klarer zu sehen.

In diesem Sinne.

Hier geht es um Kinderarbeit nicht um Sucht?
Zumal du jemanden der Sucht beschuldigst der jeden abend 10 Minuten Solitair spielt? Ich weiss ja nicht Patrick, aber irgendwie sind deine Gedankengänge komisch......