Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Killerspiele im Fadenkreuz - Was ist Eure Meinung?!
Butragueno
22.11.2006, 14:37
Das Thema Killerspiele ist nicht zuletzt seit dem Amoklauf von Emsdetten wieder in aller Munde. Die gleiche Thematik tauchte ja damals noch dem Amoklauf von Erfurt schon einmal auf. Die Berichterstattung in den Medien und die Aussagen der Politiker irgendwo zwischen fragwürdig, inkompetent und verantwortungslos. Mit einer mehrteiligen Artikelreihe widmet sich gamonda.de der "Killerspiel-Debatte". Hintergründe, Presse- und Branchenstimmen werden aufbereitet.
Folgende Artikel sind bisher erschienen:
Der Amoklauf und seine Folgen: Counterstrike-Spieler im Fadenkreuz der Poltik. (http://www.gamona.de/pc/article/detail/id-der_amoklauf_und_seine_folgen_counterstr_176724.ht m)
Ich bin weg - Amoklauf als Hilfeschrei (http://www.gamona.de/pc/article/detail/id-ich_bin_weg_amoklauf_als_hilfeschrei_176756.htm)
Tickende Zeitbomben oder friedliche Spieler? Sind wir alle potenzielle Amokläufer? (http://www.gamona.de/pc/article/detail/id-tickende_zeitbomben_oder_friedliche_spie_176772/start-3.htm)Ebenfalls sehr interessant ist die Kolumne Debil durchs Spiel - Zerstören Games unsere Körper? (http://www.gamona.de/pc/article/detail/id-debil_durchs_spiel_zerstoeren_games_unse_176193.ht m) zum Thema Spielkrankheiten.
Ich möchte an dieser Stelle mal Euch bitten wie Ihr zu dieser gesamten Debatte steht und das nicht ganz ohne Hintergrund. Ich als Jungpolitiker werde vor diese Frage gestellt, mich sprechen die Leute darauf an. Da ich diesen Spielen in der Vergangenheit nichts abgewinnen konnte nun die Frage an Euch.
Ich hoffe auf viel Gesprächsstoff!
Computerspiele töten keine Menschen.
Politiker die von dieser Thematik keine Ahnung haben sollten ganz ruhig sein, aber unsere Politik ist schnell darin, irgendwelche Dinge zu verteufeln. Hauptsache man lenkt von der eigentlichen Ursache ab.
Erfurt! Medien: Er spielte CS! Politik: Verbot für Killerspiele.....
1. Er hatte kein I-Net (Konnte also gar nicht CS spielen)
2. Existenzangst, kurz davor aus der Schule zu fliegen und kaputtes Elternhaus ( wurde wohl als nicht SO wichtig in den Medien aufbereitet)
3.Schützenverein, er hatte von dort ein Schrotgewehr mit Muniton. (Härte Auflagen gegen solche Verein oder Nachfragen wie ei 16-jähriger in Deutschland an ein Schrotgewehr kommt, wurden schnell totgeschwiegen, dafür aber "Killerspiele" bis heute diskutiert.
In den 80'er Jahren wahren es die Horrorfilme, in den 90'er war es Gotcha und nun sind es Computerspiele.
Mal sehen was es danach sein wird, irgendwas werden unsere netten Kompeteten Politiker schon finden,
was man verteufeln kann um damit zumindestens von dem ganzen anderen Verfall unserer Gesellschaft abzulenken.
Labile Menschen finden in allen Dingen ihren Auslöser..Gründe dafür sind woanders zu suchen.
Meine 2 Cent...obwohl ich das ganze Geschwätz nicht mehr hören und sehen kann....
Butragueno
22.11.2006, 14:41
Meine Meinung zu der ganzen Debatte ist:
Egal ob Jugendfreigabe hin oder her, die Möglichkeiten sich die Software illegal aus dem Netz zu beschaffen ist so groß, dass man es gar nicht unterbinden kann.
Zunächst einmal finde ich es spannend, dass in Deutschland da so ein Aufschrei passiert ist, während in Österreich der Zusammenhang von Amoklauf und "Killerspiele" eigentlich kaum hergestellt worden ist. Liegt vielleicht aber auch daran, dass es eben kein österreichischer Fall war.
Meine Meinung ist die: Für das Versagen der Familen bzw. des gesellschaftlichen Umfeldes wurde in Computerspielen ein dankbarer Sündenbock gefunden. Und wenn die Zensuren usw. für Computerspiele noch so streng und hart durchgesetzt werden, am eigentlichen Problem wird sich bei dieser Vorgehensweise nie etwas ändern. Denn wer sich abgesägte Pump-Guns und Bauanleitungen für Rohrbomben besorgen kann, kann sich auch simple Software besorgen...
Super! Du bist Jungpolitiker?
Also muss ich in Zukunft Illegale Sachen aus dem Netz ziehen um solche Spiele zu spielen? Mich strafbar machen obwohl ich volljährig bin? Was denn das für eine Argumentation.
Schau dir Filme an, Harry Potter 2 Deutschland Version 12 Min.gekürzt. Schweiz Fassung Uncut. Das wusste ich als Käufer gar nicht, und habe es nur durch Glück erfahren. Da fühle ich mich als mündiger Bürger betrogen. Und wenn unsere Gesetze in Richtung Killerspielverbot gehen,kann ich mir an einer Hand ausmalen was das für mich als Verbraucher heisst.
Warum werden Eltern nie in die Verantwortung gezogen? Ist es wirklich soweit das zwischen den Kindern und den Eltern eine so grosse Kluft herrscht?
Butragueno
22.11.2006, 15:12
Super! Du bist Jungpolitiker?
Also muss ich in Zukunft Illegale Sachen aus dem Netz ziehen um solche Spiele zu spielen? Mich strafbar machen obwohl ich volljährig bin? Was denn das für eine Argumentation.
Eine Argumentation die belegbar ist. Viele , ja wirklich sehr viele Spiele sind im Umlauf, deren Berechtigung leider nicht auf Lizenzen beruhen, sondern wohl eher daher, dass sie illegal aus dem Netz gezogen wurden. Das ist leider so. Wenn ein Verbot für Deutschland in Kraft treten würde bringt das meiner Meinung nach gar nichts, weil die Förderung zum illegalen Download im Vorderung stehen würde. Verbotene Sachen sind doch gerade jene, die junge Menschen anziehen. Und glaub man ja nicht, dass sich spezielle Jugendliche von Strafen wegen illegalem Download abschrecken lassen.
Also nun deine Argumentation?!?
Eine Argumentation die belegbar ist. Viele , ja wirklich sehr viele Spiele sind im Umlauf, deren Berechtigung leider nicht auf Lizenzen beruhen, sondern wohl eher daher, dass sie illegal aus dem Netz gezogen wurden. Das ist leider so. Wenn ein Verbot für Deutschland in Kraft treten würde bringt das meiner Meinung nach gar nichts, weil die Förderung zum illegalen Download im Vorderung stehen würde. Verbotene Sachen sind doch gerade jene, die junge Menschen anziehen. Und glaub man ja nicht, dass sich spezielle Jugendliche von Strafen wegen illegalem Download abschrecken lassen.
Also nun deine Argumentation?!?
Ein Verbot würde mich als volljährigen wahrscheinlich härter treffen, da ich auf dem Schulhof nicht tauschen kann und ich im schlimmsten Falle gezwungen wäre mir die Software illegal zu besorgen da ich sie anderes nicht bekommen würde. Somit wäre das Gesetz sinnlos, was es ohnehin eh ist.
Die Kernfrage bei den Attentaten die ich mir stelle, und die immer untergeht, WOHER! bekommen Kinder/Jugendliche Waffen?
Das sollte zur Kernfrage gemacht werden, und nicht Computerspiele.
Und Eltern sollten da direkt in den Mittelpunkt gestellt werden, denn die haben irgendwo versagt...
Butragueno
22.11.2006, 15:30
Du als Erwachsener bist auch voll strafmündig, Du musst selber wissen was Du tust und was nicht, es geht hier wohl auch eher um die Alterschicht <18 Jahre. Diese Generation sind Schutzbefohlene. Sicherlich fängt sowas immer im Elternhaus "sozialen Umfeld" an.
Woher bekommen Jugendliche Waffen würde ich noch härter verurteilen mit: Woher bekommen unter 16 jährige Zigaretten und Alkohol, nämlich vom Verkäufer um die Ecke. Natürlich lässt sich dies nicht 1zu1 auf ´Waffen übertragen, doch es gibt leider genügend Kaufleute, die ein fanazielles Interesse haben, Zwischenmänner etc. einsetzen um "die Ware" an den Mann zu bekommen.
Nunja ein Verbot würde mich ja quasi dazu zwingen, oder ich spiel diese Spiele nicht mehr. Also bin ich als mündiger Bürger das Opfer. Also von meiner Seite aus bin ich gegen solche Gesetze. Wir haben schon genug Zensur in unserem Land.
Medien (Fernsehen,Zeitungen etc..) glaube ich eh schon lange nichts mehr. Hatte irgendwo mal den Gotcha-zwischenfall hier im Forum beschrieben.
Alkohol oder Zigaretten zu besorgen kannst du mal überhaupt nicht mit Waffen vergleichen. Jede Waffe in Deutschland ist registriert sofern sie legal verkauft wurde. Also könnte ein Händler gar nicht über "Umwege" seine Ware an den Mann bringen. Geh doch mal in ein Waffengeschäft und frag nach einer Schrotflinte, mal sehen wie nett du dort beraten wirst.
Butragueno
22.11.2006, 15:44
Jede Waffe in Deutschland ist registriert sofern sie legal verkauft wurde. Also könnte ein Händler gar nicht über "Umwege" seine Ware an den Mann bringen.
... und da wären wir ja auch schon bei der Problematik wieder legal und illegal. Es gibt einen leider allzugroßen Markt auch innerhalb Deutschlands (frag mal auf dem nächsten Flohmarkt in deiner Stadt nach) wo diese Sachen unter der Theke etc. abgehen. Diesen Markt kann man nicht unterbinden und da interessieren auch keine Seriennummern etc., fängt doch schon beim Butterfly an....
Damit das hier jeder richtig versteht, ich bin nicht für ein Verbot solcher Spiele. Jeder der es haben will bekommt es auch ob illegal oder legal indem er "seinen großen Bruder" mit zum Verkaufstisch nimmt.
Nunja wenn der Deutsche Markt für Software Firmen durch Verbote uninteressant wird, wird es auf Dauer keine lokalisierten Fassungen etc. mehr geben und dann bekommst du es auch nicht selbst wenn du volljährig bist. Soviel zu diesem Trugschluss das sich durch ein Verbot nichts ändern würde.
taelia / chrno
22.11.2006, 15:52
Hmm... Also ich rege mich ziemlich über die Medien und Politiker auf, die immer alles auf irgendwelche Spiele schieben wollen...
An dem Abschiedsbrief des Jungen sieht man doch, dass er enorme psychische Probleme gehabt haben muss Oo Außerdem hat er sehr viel geschrieben, was mich an Matrix und ein paar andere FILME (ja, Filme, nicht Spiele) erinnert hat...
Wenn es danach ginge, KILLERSPIELE zu verbieten, dann müsste man auch Schach und Go und weiß ich nicht was alles verbieten... Denn sind verlorene Steine nicht tote Steine? Und muss man nicht die 'Königin' stürzen?
Hachja, man dürfte kein Lego oder Playmobil mehr verkaufen, zumindest nicht die Teile davon, in denen es Waffen gibt oder wo es um GUT und BÖSE geht....
Die Polotiker müssten eigentlich so ziemlich ALLES verbieten... Viel Spaß ihr zukünftigen Kinder, die ohne alles aufwachsen, nichtmal mit Kleidung, immerhin könnte man damit jemanden erwürgen...
--
Geht mal auf www.wowszene.de und lest den Blog von Ara durch... Das mit dem Verbot von schwarzen Astras, schwarzen langen Mänteln ect. hat er wirklich sehr schön geschrieben...
Manchmal wünschte ich, dass es Politiker gibt die selbst solche Spiele spielen und mal gegen diese Vorurteile angehen... Oder deren Kinder...
Taelia solche Politiker-Kinder gibt es bestimmt, die werden aber geschlagen wenn sie was sagen....Sarkasmus aus !
Butragueno
22.11.2006, 16:01
Diese Politikerkinder spielen auch solche Spiele zu 100%, Problem ist, das es Papi nicht mitbekommt, weil er 5 Tage im Bundestag sitzt, dem Hausmädchen Geld gibt, damit der Sohn sich neue Spiele kaufen kann.
Jan/Diggy
22.11.2006, 17:59
Quatsch, Politikerkinder spielen sowas nicht.
Die haben ja das Kindermädchen, mit dem sie spielen können :)
Zum ersten würde ich die Altersschwelle auf 21 Jahre setzen und stärkere Kontrollen beim kauf solcher Spiele.
Ich hab letzens wieder Kiddis gesehen die sich Medal of Honor für 10€ Kaufen wollten. Hab zur Kassiererin geschaut und gefragt ob sie nicht mal auf die Altersbeschränkung schauen will. Ich glaube die Kiddis waren etwas stinkig wo se doch in mühevoller arbeit den Aufkleber abgemacht hatten.
Wenn man sieht wie sich die Jugend entwickelt wie agressiv sie zum Teil auch Erwachsenen gegenüber sind. Hat das sicher alles mit Computerspielen zu tun. Ich hab meine Tracht prügel bekommen wenn ich sie verdient habe. Wenn ich mal wieder kompletten mist gemacht habe. Geschadet hats mir keinesfalls.
Sicherlich können Computerspiele das agressive Potential fördern. Zu einen wilden Amokläufer gehört schon mehr dazu wie ein Computerspiel.
Ich glaube das Problem liegt viel weiter unten.
Viele Eltern sind doch froh wenn sich das kind selbst beschäftigen kann und man nach der arbeit seine ruhe hat.
Irgendwas ist da schon dran
Ein Elternteil gehört nach Hause.
Das geht aber in unserer Gesellschaft einfach finanziel nicht mehr sodas beide Elternteile gezwungenermasen arbeiten müssen um überleben zu können.
Somit können die Eltern garnicht wissen was das Kind den ganzen tag treibt. Ausser man schickt es in einen Kinderhort. Tut das blos euren kindern nicht an.
Ein Klares Vote für Ganztagsschulen (Pisa belegt das ja das sowas nicht schaden würde)
Und alamierend ist doch wenn "mein Kind" 6-8 Stunden/tag am PC zocken kann (da spielt die Art des Spiels keine rolle) ohne das die Eltern was sagen. Das ist sicher nicht das Problem von Computerspielen sondern der Erziehung.
Die beste Lösung:
Vorher ein psychologisches Gutachten machen lassen ob man zur Gewalt neigt und/oder Agressiv wird wenn man zockt. :D
diese komplette diskussion bringt doch nichts.
die politiker suchen sich immer den einfachsten weg, auch wenn er nicht immer richtig ist. und dieser ist halt wieder mal verbot von allen
" Killerspielen ", obwohl das der absolute schwachsinn ist.
strengere kontrollen im handel bringen auch relativ wenig sofern die eltern zuhause nicht nach ihren kindern schauen und sich nicht für das interissieren was sie machen welche hobbys und interessen sie haben.
Und um nochmal was zum aktuellen Amokläufer zu sagen warum hat er nicht in untersuchungshaft gesessen, es sollte jetzt die tage ein prozess gegen ihn eröffnet werden wegen illegalem Waffenbesitz?????
das sollte den politikern eher zudenken geben....
taelia / chrno
22.11.2006, 23:13
Und um nochmal was zum aktuellen Amokläufer zu sagen warum hat er nicht in untersuchungshaft gesessen, es sollte jetzt die tage ein prozess gegen ihn eröffnet werden wegen illegalem Waffenbesitz?????
Was man dazu auch noch sagen kann:
Warum hat die Polizei ihn nicht noch überwacht? Da er doch in ach so vielen Foren nach Bauanleitungen von Bomben gesucht bzw. nachgefratg hat, hätte einem doch auffallen sollen, dass der Typ irgendwas vor hat ^^'
Amokläufer in Emsdetten: Gewaltspiele erneut am Pranger
Nur ein paar Stunden nach dem die Tat eines Amokläufers eine Schule in Emsdetten (Nordrhein-Westfalen) traf, folgen die ersten indirekten Anschuldigungen gegen den Allround-Sündenbock „Gewaltspiele“.
Am Vormittag richtete ein bewaffneter und mit Sprengstoff beladener, achtzehnjähriger Schüler an einer Realschule in Emsdetten ein Blutbad an. Im Gegensatz zum Erfurtmassaker ist bislang allerdings nicht von Toten die Rede. Vielmehr wurden mehrere Lehrer, Schüler und Polizisten verletzt.
Obwohl der genaue Tathergang zur Zeit noch unklar ist, liest und hört man bereits von den ersten „in den Raum“ hineingeworfenen Klischees, die den Attentäter als Spieler von Gewaltspielen bezeichnen und so klar eine Verbindung zwischen Spielen und scheinbar unausweichlichen Persönlichkeitsstörungen schaffen. So heißt es aus der Redaktion von heute (ZDF), verschiedene Lehrer hätten angegeben, „der Mann sei für sein Faible für das gewalttätige Computerspiel Counter-Strike bekannt gewesen". Bei Spiegel-Online beruft man sich auf einen Schüler, der den Täter als Einzelgänger, der den ganzen Tag Computer spielte, beschreibt.
In Anbetracht dieser Äußerungen zu einem bereits so frühen Zeitpunkt, ist wohl davon auszugehen, dass die Tat jene meist einseitig geführte Debatte über gewalttätige Computerspiele neu anheizen wird. Erst 2002 kam es am Erfurt-Gymnasium zu einer Tragödie, als der ehemalige Schüler Rober Steinhäuser 13 Lehrer, zwei Schüler und einen Polizisten erschoss und anschließend die Waffe gegen sich selbst zu richtete.
Die damalige Debatte um den Jugendschutz war eine der bislang heftigsten und einseitigsten Diskussionen in diese Richtung. Auch 2002 wurde vor allem der Taktikshooter „Counter Strike“, als eines der bekanntesten und meistgespielten Internetspiele, heftig kritisiert. Gutachten und Meinungen, welche die Ursachen für die Tat in ganz anderen Sphären, wie etwa dem Schul- und Bildungssystem sowie dem Leistungsdruck durch die Eltern sahen, gingen im Getöse größtenteils lautlos unter.
Unter Leistungsdruck geriet damals auch schnell die Politik, die daraufhin die Arbeit am Jugendschutzgesetz umgehend beschleunigte, um so dem Vorwurf der Untätigkeit zu entgehen. Seit dessen in Kraft treten hat sich die Situation ironischerweise in vielen Bereichen verbessert. Vor allem die fehlende Indizierungsmöglichkeit für USK/FSK-gekennzeichnete Medien führte zu einer weitgehenden Liberalisierung. So werden heute mehr Filme unzensiert im Free-TV ausgestrahlt, die vor dem JugendschG vermutlich aufgrund Indizierung nur hätten gekürzt gesendet werden dürfen (jüngst z.B. Texas Chainsaw Massacre und Freddy vs. Jason[Wdh.]). Auch die Verkaufspolitik hat sich durch die fehlende Indizierungsmöglichkeit geprüfter Medien erheblich verbessert. Hierdurch fällt es größeren Unternehmen wesentlich leichter das Programm effektiv zu trennen, ohne dieses ständig zu überwachen und fürchten zu müssen plötzlich einen indizierten Film im Regal stehen zu haben. Nahezu alle großen Kaufhäuser und zahlreiche Versandhändler bieten heute Filme ohne Jugendfreigabe an.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die neue Diskussion entwickeln wird. Zu beobachten ist jedoch, dass vor allem Spiele zunehmend stärkerer Kritik ausgesetzt sind, während die zwei anderen gebranntmarkten Ursachen für alles Böse dieser Welt, nämlich Heavy Metal-Musik und Horrorfilme, meist nur noch am Rande Erwähnung finden.
Quelle (http://schnittberichte.com/news.php?ID=226)
Sylfaris
23.11.2006, 17:46
Ich denke nunmal man kann nicht viel dagegen tun das die jugendlichen an solche Games kommen, powered by internet. Was man allerdings machen sollte ist härter bei den Eltern durchgreifen. Es liegt nunmal am Eltern haus und nciht an den Games, die bekommste heut zu tage wi egesagt überall, ob auf dem Pausenhof, per Internet oder Videothek.
Man sollte halt über allternativen nachdenken die dem schutz der jugend dienen ...... was ich persönlich z.b. nciht all zu schelcht finden würde wären Polizeibeamte an der Schule .... als Kind (Grundschule) hat man doch schon etwas mehr respekt vor ihnen , als wenn man auf der Real ist und zu der "krassen-horde" gehört. Will natürlich auch kein bigbrother is watching you gesselschaft hier haben ... ka..... man sollte jedoch was gegen tun .... genau so wie gegen jugendliche die mit 11 auf der kirmes rumrennen und ne kippe im maul tragen und noch andere scheiße bauen ....
Mein letztes erlebnis: Ich fahr heim von der Uni mit anderen Kameraden, was passiert? Die Bahn is natürlichw iedereinmal proben voll. Komtm ein 9 Jähriger rein -> Rämpelt nen Kameraden an ..... dreht sich um schaut hoch macht ein komisch gesicht nach dme motto "Alter wenn du nich aufpasst hau ich dir so die fressebreit" ..... jaja noch nichmal sorry oder so nein ..... nur dieser blick
Und sorry aber ich hätte ihn am liebsten gepackt und ausm zug geschmissen.
Bei dme thema krieg ich heir shcon wieder das kotzen ^^'
Vielleicht sollten wir mal versuchen "Killerspiele" ausser Acht zu lassen, denn die haben mit den Gewalttaten gar nichts zu tun.
Die Ursachen werden leider nur totgeschwiegen !!
Sylfaris
23.11.2006, 18:18
Ursachen würd ich mal den Sozialen-zerfall Deutschlands nennen ......
http://www.keinmensch.de/
Dort findet man den Abschiedsbrief....soll sich jeder selbst seine Gedanken dazu machen. Ich fand es traurig.
Jan/Diggy
02.12.2006, 20:38
Wer sich annähernd wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigt kann den Zusammenhang von "Killerspielen" und Amokläufen etc. negieren, dazu gibts längere Untersuchungen, bei denen es um Endhandlungsmotivation und Reizmuster geht.
Kurz gesagt: Amok gibts länger als Videospiele (http://forum3.ingame.de/wow/showthread.php?threadid=120063#) und seit diesen auch nicht häufiger als früher. Der Auslöseranteil kann statistisch nicht über 0,05 von 1 liegen, und die Statistiken sind zum Glück noch mit geringer Fallzahl ausgestattet, kann also durchaus noch sinken (bzw. steigen).
Trotzdem recherchiert kein einziger Privatsender wirklich gut, denn:
Wenn Eltern ihre Kinder vom PC wegholen (deswegen auch die "Suchtsendungen" und Vergleiche mit Cracksüchtigen bei Focus TV) müssen die ja was anderes in ihrer Freizeit machen (Schule, Sport etc. sind illusorisch). Da bleibt dann das Fernsehen.
Und wer als Kind nicht viel gezockt hat wird später auch seltener Zocker (Gewöhnung bei Kindern läuft schneller ab) -> Zukunftssicherung der eigenen Existenz indem man die Kinder der aktuell noch aktiven Kunden vom Konkurrenten wegholt indem man diesen vor den Eltern diffamiert.
Ist ein interessanter Ansatz der mir in der Form lange nicht bewusst geworden ist bis mich mal jemand gefragt hat wer denn was davon hätte Videospiele mal pauschal zu verurteilen.
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