Markus
18.01.2010, 16:05
Ein Blog oder auch [B]Weblog [ˈwɛb.lɔg (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_IPA-Zeichen)], engl. [ˈwɛblɒg], Wortkreuzung (http://de.wikipedia.org/wiki/Kofferwort) aus engl. (http://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Sprache) World Wide Web (http://de.wikipedia.org/wiki/World_Wide_Web) und Log (http://de.wikipedia.org/wiki/Logbuch) für Logbuch, ist ein auf einer Website (http://de.wikipedia.org/wiki/Website) geführtes und damit – meist öffentlich – einsehbares Tagebuch (http://de.wikipedia.org/wiki/Tagebuch) oder Journal (http://de.wikipedia.org/wiki/Journal_%28Magazin%29). Häufig ist ein Blog „endlos“, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umgebrochen wird.
Der Herausgeber oder Blogger steht, anders als etwa bei Netzzeitungen, als wesentlicher Autor über dem Inhalt, und häufig sind die Beiträge in der Ich-Perspektive (http://de.wikipedia.org/wiki/Ich-Perspektive) geschrieben. Das Blog bildet ein für Autor und Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen. Meist sind aber auch Kommentare oder Diskussionen der Leser zu einem Artikel zulässig. Damit kann das Medium sowohl dem Ablegen von Notizen in einem Zettelkasten (http://de.wikipedia.org/wiki/Zettelkasten), dem Austausch von Informationen (http://de.wikipedia.org/wiki/Informationen), Gedanken (http://de.wikipedia.org/wiki/Gedanken) und Erfahrungen (http://de.wikipedia.org/wiki/Erfahrung) als auch der Kommunikation (http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikation) dienen. Insofern ähnelt es einem Internetforum (http://de.wikipedia.org/wiki/Internetforum), je nach Inhalt aber auch einer Internet-Zeitung (http://de.wikipedia.org/wiki/Internet-Zeitung).
Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als Bloggen bezeichnet. Die Begriffe „Blog“, „Blogger“, „Bloggerin“ und „Bloggen“ haben in den allgemeinen Sprachgebrauch Eingang gefunden und sind in Duden (http://de.wikipedia.org/wiki/Duden) und Wahrig (http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrig) eingetragen. Die sächliche Form (‚das Blog‘) wird dort als Hauptvariante und die maskuline Form (‚der Blog‘) als zulässige Nebenvariante
Geschichte
Die ersten Weblogs tauchten Mitte der 1990er Jahre auf. Sie wurden Online-Tagebücher genannt und waren Webseiten, auf denen Internetnutzer periodisch Einträge über ihr eigenes Leben machten. Die ersten deutschsprachigen Weblogs waren Robert Brauns Weblog, Moving Target und die Cybertagebücher, die später dann von Aktion Sorgenkind (http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Sorgenkind) übernommen wurden.[1] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-0) Über das CL-Netz (http://de.wikipedia.org/wiki/CL-Netz) wurde das Zagreb Diary (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zagreb_Diary&action=edit&redlink=1) des niederländischen Aktivisten Wam Kat (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wam_Kat&action=edit&redlink=1) verbreitet.[2] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-1)
Ab 1996 wurden Dienste wie Xanga (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Xanga&action=edit&redlink=1) eingerichtet, die Internetnutzern auf einfache Weise das Erstellen eines eigenen Weblogs ermöglichten. Nach einem langsamen Start wiesen solche Seiten ab Ende der 1990er Jahre ein schnelles Wachstum auf. So wuchs Xanga von 100 Blogs im Jahr 1997 auf 20 Millionen im Jahr 2005.
Seit einigen Jahren wird das „Bloggen“ auch geschäftlich in sogenannten Corporate Blogs oder Unternehmensblogs genutzt. So betreiben viele Medien inzwischen eigene Blogs, um ihren Leserkreis zu erweitern und Feedback von ihren Lesern einzuholen. Der US-amerikanische Wörterbuchverlag Merriam-Webster (http://de.wikipedia.org/wiki/Merriam-Webster%E2%80%99s_Collegiate_Dictionary) wählte die Kurzform „Blog“ sogar zum Wort des Jahres 2004.
In Deutschland betreiben laut der Allensbacher Computer- und Technik-Analyse 8,4 % der Internetnutzer ein eigenes Blog.[3] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-2)
Begriffsherkunft
Der Begriff Weblog tauchte 1997 erstmals auf der Website von Jorn Barger auf, 1999 wurde die Abkürzung „Blog“ vom Webdesigner (http://de.wikipedia.org/wiki/Webdesigner) Peter Merholz (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Peter_Merholz&action=edit&redlink=1) geprägt – in dem Jahr, in dem allgemein der Aufstieg dieser Art von Webseiten begann. Nach 2001 wurden auch die traditionellen Massenmedien (http://de.wikipedia.org/wiki/Massenmedien) auf die neue Darstellungsform aufmerksam. Erste Forschungsarbeiten aus der Journalistik (http://de.wikipedia.org/wiki/Journalistik) über das Phänomen erschienen, und immer mehr Privatnutzer begannen, sich ein eigenes Weblog einzurichten.[4] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-3) Gleichzeitig etablierten sich einige Blogs als angesehene Medien, z. B. in den USA das Blog von Andrew Sullivan (http://de.wikipedia.org/wiki/Andrew_Sullivan).[5] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-4)
Technische Merkmale von Weblogs
Grundsätzlich lässt sich die Menge der Weblogs in zwei Kategorien unterteilen, nämlich in solche, die ähnlich dem Software-as-a-Service (http://de.wikipedia.org/wiki/Software_as_a_Service)-Prinzip von einem meist kommerziellen Anbieter betrieben und beliebigen Nutzern nach einfacher Registrierung zur Verfügung gestellt werden und solche die von den jeweiligen Inhabern auf ihrem individuellen Server (http://de.wikipedia.org/wiki/Host_%28Informationstechnik%29) oder Webspace (http://de.wikipedia.org/wiki/Webspace) meist unter eigener Domain (http://de.wikipedia.org/wiki/Domain) betrieben werden.
Bekannte Anbieter für Blog-Communitys' sind antville.org (http://de.wikipedia.org/wiki/Antville), Googles Blogger.com (http://de.wikipedia.org/wiki/Blogger.com) und WordPress.com (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=WordPress.com&action=edit&redlink=1), daneben bieten aber auch manche soziale Netzwerke (http://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Netzwerk_%28Internet%29) wie MySpace (http://de.wikipedia.org/wiki/MySpace) ihren Mitgliedern Blog-Funktionalitäten an.
Für den Betrieb eines individuellen Weblogs auf eigenem Webspace benötigt man eine entsprechende Weblog-Software (http://de.wikipedia.org/wiki/Weblog-Software) und zumindest rudimentäre Kenntnisse in HTML (http://de.wikipedia.org/wiki/Hypertext_Markup_Language) und der jeweils verwendeten Servertechnologie. Da sich individuelle Weblogs sehr flexibel an die eigenen Bedürfnisse anpassen lassen, werden diese oft auch als reine Content-Management-Systeme (http://de.wikipedia.org/wiki/Content-Management-System) eingesetzt, was sie rein technisch gesehen auch sind. Unter Umständen kann eine solche Konfiguration dazu führen, dass die entsprechende Webseite überhaupt nicht als Blog wahrgenommen wird.
Während viele Blogs in den Blogcommunitys naturgemäß sehr stark auf den sozialen und kommunikativen Aspekt abzielen, finden sich unter den individuell gehosteten Blogs auch viele, die der publizistischen Meinungsäußerung (http://de.wikipedia.org/wiki/Publizist) oder dem Bereich der Kundenkommunikation (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kundenkommunikation&action=edit&redlink=1) zuzuordnen sind und dementsprechend unter die Regelungen des Telemediengesetzes (http://de.wikipedia.org/wiki/Telemediengesetz) (unter anderem die Impressumspflicht (http://de.wikipedia.org/wiki/Impressumspflicht) – siehe unten) fallen.
Kommunikationswissenschaftliche Merkmale von Weblogs
Charakteristische Merkmale dieser Kommunikationsform sind die Individualisierung der Kommunikation, die Reflexivität hinsichtlich der Medienkommunikation, die Verlinkung und Vernetzung der Webkommunikation bis hin zur Blogosphäre, die Filterung und Selektion der Medienkommunikation durch die Blogger als eine Art neue Gatekeeper (http://de.wikipedia.org/wiki/Gatekeeper_%28Nachrichtenforschung%29), die Interaktivität aller Beteiligten, die Aufhebung der Grenze zwischen Rezipient und Produzent und damit auch zwischen Profis und Laien (was allerdings nicht das Bloggen durch "Kommunikationsprofis" wie Journalisten ausschließt).[6] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-5)
Merkmale der Blogger
Eine Reihe von Studien untersuchen die Autoren von Weblogs, beispielsweise in Hinblick auf soziodemografische Merkmale oder Nutzungsmotive. Problematisch ist dabei, dass viele dieser Untersuchungen nicht beanspruchen können, für die Blogosphäre (http://de.wikipedia.org/wiki/Blogosph%C3%A4re) weltweit oder in einem Sprachraum repräsentativ zu sein, weil keine Informationen über die Grundgesamtheit vorliegen. Eine vergleichende Gegenüberstellung von 29 Studien (deutsch- und englischsprachige Blogger) haben Neuberger/Nuernbergk/Rischke[7] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-6) im Frühjahr 2007 veröffentlicht.
Eine zentrale Erkenntnis dieser Untersuchungen ist, dass die Mehrzahl der Blogger persönliche Erfahrungen und Erlebnisse veröffentlicht, das Weblog also als eine Variante des Online-Journals verwendet.
Eine Studie des Singapore Internet Research Centre unter etwa 1.200 englischsprachigen Bloggern (Koh et al. 2005, S. 2ff) teilte die Blogs in zwei Kategorien ein: 73 Prozent der Befragten führten ein sogenanntes personal Blog, 27 Prozent ein non-personal Blog. Die Blogger der zweiten Gruppe schreiben vor allem, um „zu kommentieren“ und „Informationen zu liefern“. Ihr Ziel ist zudem, ein möglichst großes Publikum zu erreichen. Auch soziodemografisch unterscheiden sich die beiden Gruppen: Non-personal-Blogger sind zum Großteil Männer, die eine höhere formale Bildung als Personal-Blogger haben. Außerdem haben sie im Schnitt mehr Leser, aktualisieren ihr Blog häufiger und verbringen mehr Zeit damit.
Ähnliche Ergebnisse erbrachte im Jahr 2005 eine Umfrage unter mehr als 4.000 deutschsprachigen Bloggern. 71 Prozent der befragten Blogger gaben an, „zum Spaß“ zu schreiben; 62 Prozent wollen in ihrem Blog „eigene Ideen und Erlebnisse für sich selbst festhalten“. Demgegenüber bloggen 33 Prozent, weil sie ihr „Wissen in einem Themengebiet anderen zugänglich machen wollen“, und 13 Prozent „aus beruflichen Gründen“ (Schmidt 2006, S. 43).
Software
Charakteristisch für Weblog-Publishing-Systeme (http://de.wikipedia.org/wiki/Weblog_Publishing_System) ist, dass es mit ihnen sehr einfach ist, Webseiten zu publizieren. Es sind Content-Management-Systeme (http://de.wikipedia.org/wiki/Content-Management-System), die das Anlegen neuer Inhalte sowie die Veränderung und Kommentierung auch für ungeübte Nutzer ermöglichen, dabei jedoch wenig Variationen im Webdesign (http://de.wikipedia.org/wiki/Webdesign) zulassen. Die gestalterische Anpassung erfolgt meist einmalig bei der Installation durch die Auswahl einer von mehreren verfügbaren Design-Schablonen (Templates (http://de.wikipedia.org/wiki/Vorlage_%28Datenverarbeitung%29)). Bei vielen Blogsystemen (zum Beispiel WordPress (http://de.wikipedia.org/wiki/WordPress)) lässt sich das Aussehen durch Wechsel des Templates (oder gar Einspielen eigener Templates) auch im Nachhinein ändern.
Weblog-Software kann auf eigenem Webspace installiert oder als ASP-Dienst (http://de.wikipedia.org/wiki/Application_Service_Provider) bei kostenlosen oder kostenpflichtigen Anbietern genutzt werden.
Zu den bekanntesten Blog-Softwaresystemen gehören Serendipity (http://de.wikipedia.org/wiki/Serendipity_%28Weblog%29), WordPress (http://de.wikipedia.org/wiki/WordPress), Movable Type (http://de.wikipedia.org/wiki/Movable_Type) und Textpattern (http://de.wikipedia.org/wiki/Textpattern), die meist auf PHP (http://de.wikipedia.org/wiki/PHP) basieren. Mietangebote (Application Service Provider (http://de.wikipedia.org/wiki/Application_Service_Provider)) im deutschsprachigen Raum sind zum Beispiel Livejournal (http://de.wikipedia.org/wiki/Livejournal), Twoday.net (http://de.wikipedia.org/wiki/Twoday.net) oder Blogger.de.
Die veröffentlichten Beiträge und Kommentare sind meist auch per RSS (http://de.wikipedia.org/wiki/RSS)-Newsfeed lesbar. Dafür erscheint in modernen Browsern (http://de.wikipedia.org/wiki/Browser) ein Icon (http://de.wikipedia.org/wiki/Icon_%28Computer%29) (meist in der Adressleiste) oder es wird ein Hyperlink (http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperlink) bereitgestellt, der mit dem zu abonnierenden Datenstrom verbunden ist.
Einträge / Posts
Die Einträge, auch Postings oder Posts genannt, sind die Artikel, welche die Hauptbestandteile eines Weblogs darstellen. Sie werden üblicherweise umgekehrt chronologisch aufgelistet, die neuesten Beiträge findet man also zuoberst im Weblog. Ältere Beiträge werden zum Teil auf weiteren Seiten angezeigt oder in Archiven aufgelistet.
Thread
Als Thread (http://de.wikipedia.org/wiki/Thread_%28Internet%29) wird hier die Gesamtheit der aufeinander folgenden Beiträge zu einem bestimmten Thema innerhalb eines Blogs bezeichnet.
Permalinks
Jeder Eintrag, bei manchen Weblog-Systemen auch jeder Kommentar, besitzt eine eindeutige und sich nicht verändernde, permanente Webadresse (URL (http://de.wikipedia.org/wiki/Uniform_Resource_Locator)). So können andere Nutzer oder andere Blogs direkt einzelne Texte anstatt des gesamten Weblogs verlinken. Diese permanenten Links ("Permalinks") werden z. B. genutzt, wenn man einen einzelnen Artikel aus einem RSS-Feed (http://de.wikipedia.org/wiki/RSS-Feed) heraus aufruft.
Kommentare
Bei vielen Weblogs ist es möglich, eine eigene Meinung zu einem Eintrag zu veröffentlichen. Ein solcher Kommentar wird dann auf der gleichen Seite wie der Eintrag selbst oder als Popup angezeigt. Bei vielen Weblogs kann man jedoch festlegen, ob der Kommentar sofort angezeigt wird oder moderiert, also vom Inhaber geprüft und dann freigeschaltet werden muss. Dies wird häufig angewandt, um Vandalismus und Spam in den Blogs zu verhindern.
Trackback und Pingback
Wenn der Blogger A auf einen Beitrag von Blogger B verlinkt, wird dies über die Trackback-Funktion automatisch auf der verlinkten Seite angezeigt, ähnlich wie ein Kommentar. So weiß der verlinkte Blogger B oder einer seiner Leser, dass ein anderer Blogger auf diesen Beitrag verwiesen hat. Nicht jede Weblog-Software unterstützt diese Funktion.
Siehe auch: Trackback (http://de.wikipedia.org/wiki/Trackback), Pingback (http://de.wikipedia.org/wiki/Pingback).
Feed
Ein Feed enthält die Inhalte eines Weblogs in vereinheitlichter Form. Ein RSS-Feed kann mittels Feedreader (http://de.wikipedia.org/wiki/Feedreader) von einem interessierten Leser abonniert werden. Mit dem Feedreader kann der Leser erkennen, dass es im abonnierten Weblog neue Beiträge gibt. Diese Beiträge können auch im Feedreader gelesen werden.
Es gibt verschiedene Feed-Dienste. Der bekannteste ist Feedburner (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Feedburner&action=edit&redlink=1).
Blogroll
Eine Blogroll (deutschsprachig auch Blogrolle) ist eine für den Leser öffentliche Linksammlung zu anderen Weblogs. Diese Linkliste ist auf dem Weblog sichtbar platziert. Autoren von Weblogs haben unterschiedliche Kriterien für die Aufnahme eines fremden Weblogs in ihre Blogroll. Diese reichen von ähnlichen Interessen über die Frequenz neuer Artikel oder Kommentare und geografischen Kriterien bis zu Linktausch. Manche Blogrolls bestehen einfach aus einer Liste von Blogs, die der Autor selbst liest.
Asides
Asides (auch Clippings oder Snippets) sind kleinere Einträge, die häufig nur aus wenigen Wörtern oder Zeilen bestehen und dazu verwendet werden, um mit einer kurzen Erklärung auf interessante Themen auf anderen Seiten oder Weblogs zu verweisen.
Blog-Aktionen
Auf Blogs werden diverse Aktionen durchgeführt, die unter anderem dem Informationsaustausch dienen. Auch der Bekanntheitsgrad eines Blogs hängt von solchen Aktionen ab. Bekannte Blog-Aktionen sind koordiniert, etwa Blogtouren (http://de.wikipedia.org/wiki/Blogtour).
Schlagwortwolken
Schlagwortwolken (http://de.wikipedia.org/wiki/Schlagwortwolke) (Tag Clouds) listen und gewichten die im Blog verwendeten Schlagwörter auf visuell eindringliche Weise. Sie helfen zum Beispiel beim Indizieren (http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaftliches_Indexieren).
Auswirkungen
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/7e/Qsicon_L%C3%BCcke.svg/24px-Qsicon_L%C3%BCcke.svg.png (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%BCckenhaft) In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: (medien)politische Wirkung insgesamt und auch international (auch Zensurmaßnahmen) etwa China, Iran, Russland, aktuell auch Italien [1] (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,665429,00.html) bzw Rolle auch in Demokratien allgemein sowie Belege für bisher dargelegtes etc pp
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wie_schreibe_ich_gute_Artikel) und einfügst (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Blog&action=edit). Weitere Informationen erhältst du hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Wartungsbausteine/Info). Die Hauptautoren wurden noch nicht informiert. Bitte benachrichtige sie (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Wartungsbausteine/AutorenInfo)!
Tendenzen
Manche sehen im Aufkommen von Weblogs und deren starker Verbreitung insbesondere in den USA (http://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Staaten) eine neue Form von Graswurzel-Journalismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Graswurzel-Journalismus), die in Europa leicht in die Tradition des Herstellens von Gegenöffentlichkeit (http://de.wikipedia.org/wiki/Gegen%C3%B6ffentlichkeit) gestellt werden kann.
Folgen der immer größer werdenden Verbreitung von Weblogs sind unter anderem:
Die etablierte Presse übernimmt mittlerweile in Blogs aufgebrachte Themen und erkennt sie teilweise als Meinungsmacher an. Beispiele sind unter Anderem in Deutschland das Unternehmen Jamba! (http://de.wikipedia.org/wiki/Jamba%21) oder die Kampagne Du bist Deutschland (http://de.wikipedia.org/wiki/Du_bist_Deutschland), die sich auf Blogs heftiger Kritik ausgesetzt sahen.
Die Popularität der als unabhängig geltenden Blogs versuchen Unternehmen zu nutzen, indem sie Blogger zu positiven Äußerungen über Produkte animieren. Bestechlichkeit gilt unter Bloggern als einer der schlimmsten Vorwürfe überhaupt.[8] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-7) Deshalb setzen innovative Unternehmen und Organisationen auf den so genannten Social Media Newsroom (http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Media_Newsroom), in dem Blogger nach dem Pull-Verfahren auf eigene Initiative mediengerechte Informationen beziehen können.
Auf Grund der Natur und Anwendung von Weblogs sind gegebenenfalls Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Bloggers möglich. Blogger sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass Weblog-Einträge stark verbreitet und langfristig archiviert werden. Blogger sollten sich daher sehr genau überlegen, was und wie sie formulieren und den Selbstdatenschutz (http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstdatenschutz) beachten.
Weblogs haben mit dem Problem des Blogspams (http://de.wikipedia.org/wiki/Spam#Index-.2C_Link-.2C_Blog-.2C_Social-Bookmark-_und_Wikispam) zu kämpfen.
Deutsches Telemediengesetz
In Deutschland fallen Blogs in den Regelungsbereich des Telemediengesetz (http://de.wikipedia.org/wiki/Telemediengesetz) (in Kraft seit März 2007). Da nach dem Gesetzestext auch Weblogs als Telemedien (http://de.wikipedia.org/wiki/Telemedien) anzusehen sind, sind Weblog-Betreibern damit bestimmte Kennzeichnungspflichten auferlegt. Dazu zählen unter anderem die Notwendigkeit eines Impressums (http://de.wikipedia.org/wiki/Impressum), sofern es sich um ein geschäftsmäßiges Weblog handelt.
Kritiker bemängeln die Unschärfe des Gesetzestextes, der nicht explizit die Kriterien nennt, ab wann genau ein Weblog als geschäftsmäßig gilt.[9] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-8)
Quelle (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog)
Der Herausgeber oder Blogger steht, anders als etwa bei Netzzeitungen, als wesentlicher Autor über dem Inhalt, und häufig sind die Beiträge in der Ich-Perspektive (http://de.wikipedia.org/wiki/Ich-Perspektive) geschrieben. Das Blog bildet ein für Autor und Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen. Meist sind aber auch Kommentare oder Diskussionen der Leser zu einem Artikel zulässig. Damit kann das Medium sowohl dem Ablegen von Notizen in einem Zettelkasten (http://de.wikipedia.org/wiki/Zettelkasten), dem Austausch von Informationen (http://de.wikipedia.org/wiki/Informationen), Gedanken (http://de.wikipedia.org/wiki/Gedanken) und Erfahrungen (http://de.wikipedia.org/wiki/Erfahrung) als auch der Kommunikation (http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikation) dienen. Insofern ähnelt es einem Internetforum (http://de.wikipedia.org/wiki/Internetforum), je nach Inhalt aber auch einer Internet-Zeitung (http://de.wikipedia.org/wiki/Internet-Zeitung).
Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als Bloggen bezeichnet. Die Begriffe „Blog“, „Blogger“, „Bloggerin“ und „Bloggen“ haben in den allgemeinen Sprachgebrauch Eingang gefunden und sind in Duden (http://de.wikipedia.org/wiki/Duden) und Wahrig (http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrig) eingetragen. Die sächliche Form (‚das Blog‘) wird dort als Hauptvariante und die maskuline Form (‚der Blog‘) als zulässige Nebenvariante
Geschichte
Die ersten Weblogs tauchten Mitte der 1990er Jahre auf. Sie wurden Online-Tagebücher genannt und waren Webseiten, auf denen Internetnutzer periodisch Einträge über ihr eigenes Leben machten. Die ersten deutschsprachigen Weblogs waren Robert Brauns Weblog, Moving Target und die Cybertagebücher, die später dann von Aktion Sorgenkind (http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Sorgenkind) übernommen wurden.[1] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-0) Über das CL-Netz (http://de.wikipedia.org/wiki/CL-Netz) wurde das Zagreb Diary (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Zagreb_Diary&action=edit&redlink=1) des niederländischen Aktivisten Wam Kat (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wam_Kat&action=edit&redlink=1) verbreitet.[2] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-1)
Ab 1996 wurden Dienste wie Xanga (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Xanga&action=edit&redlink=1) eingerichtet, die Internetnutzern auf einfache Weise das Erstellen eines eigenen Weblogs ermöglichten. Nach einem langsamen Start wiesen solche Seiten ab Ende der 1990er Jahre ein schnelles Wachstum auf. So wuchs Xanga von 100 Blogs im Jahr 1997 auf 20 Millionen im Jahr 2005.
Seit einigen Jahren wird das „Bloggen“ auch geschäftlich in sogenannten Corporate Blogs oder Unternehmensblogs genutzt. So betreiben viele Medien inzwischen eigene Blogs, um ihren Leserkreis zu erweitern und Feedback von ihren Lesern einzuholen. Der US-amerikanische Wörterbuchverlag Merriam-Webster (http://de.wikipedia.org/wiki/Merriam-Webster%E2%80%99s_Collegiate_Dictionary) wählte die Kurzform „Blog“ sogar zum Wort des Jahres 2004.
In Deutschland betreiben laut der Allensbacher Computer- und Technik-Analyse 8,4 % der Internetnutzer ein eigenes Blog.[3] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-2)
Begriffsherkunft
Der Begriff Weblog tauchte 1997 erstmals auf der Website von Jorn Barger auf, 1999 wurde die Abkürzung „Blog“ vom Webdesigner (http://de.wikipedia.org/wiki/Webdesigner) Peter Merholz (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Peter_Merholz&action=edit&redlink=1) geprägt – in dem Jahr, in dem allgemein der Aufstieg dieser Art von Webseiten begann. Nach 2001 wurden auch die traditionellen Massenmedien (http://de.wikipedia.org/wiki/Massenmedien) auf die neue Darstellungsform aufmerksam. Erste Forschungsarbeiten aus der Journalistik (http://de.wikipedia.org/wiki/Journalistik) über das Phänomen erschienen, und immer mehr Privatnutzer begannen, sich ein eigenes Weblog einzurichten.[4] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-3) Gleichzeitig etablierten sich einige Blogs als angesehene Medien, z. B. in den USA das Blog von Andrew Sullivan (http://de.wikipedia.org/wiki/Andrew_Sullivan).[5] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-4)
Technische Merkmale von Weblogs
Grundsätzlich lässt sich die Menge der Weblogs in zwei Kategorien unterteilen, nämlich in solche, die ähnlich dem Software-as-a-Service (http://de.wikipedia.org/wiki/Software_as_a_Service)-Prinzip von einem meist kommerziellen Anbieter betrieben und beliebigen Nutzern nach einfacher Registrierung zur Verfügung gestellt werden und solche die von den jeweiligen Inhabern auf ihrem individuellen Server (http://de.wikipedia.org/wiki/Host_%28Informationstechnik%29) oder Webspace (http://de.wikipedia.org/wiki/Webspace) meist unter eigener Domain (http://de.wikipedia.org/wiki/Domain) betrieben werden.
Bekannte Anbieter für Blog-Communitys' sind antville.org (http://de.wikipedia.org/wiki/Antville), Googles Blogger.com (http://de.wikipedia.org/wiki/Blogger.com) und WordPress.com (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=WordPress.com&action=edit&redlink=1), daneben bieten aber auch manche soziale Netzwerke (http://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Netzwerk_%28Internet%29) wie MySpace (http://de.wikipedia.org/wiki/MySpace) ihren Mitgliedern Blog-Funktionalitäten an.
Für den Betrieb eines individuellen Weblogs auf eigenem Webspace benötigt man eine entsprechende Weblog-Software (http://de.wikipedia.org/wiki/Weblog-Software) und zumindest rudimentäre Kenntnisse in HTML (http://de.wikipedia.org/wiki/Hypertext_Markup_Language) und der jeweils verwendeten Servertechnologie. Da sich individuelle Weblogs sehr flexibel an die eigenen Bedürfnisse anpassen lassen, werden diese oft auch als reine Content-Management-Systeme (http://de.wikipedia.org/wiki/Content-Management-System) eingesetzt, was sie rein technisch gesehen auch sind. Unter Umständen kann eine solche Konfiguration dazu führen, dass die entsprechende Webseite überhaupt nicht als Blog wahrgenommen wird.
Während viele Blogs in den Blogcommunitys naturgemäß sehr stark auf den sozialen und kommunikativen Aspekt abzielen, finden sich unter den individuell gehosteten Blogs auch viele, die der publizistischen Meinungsäußerung (http://de.wikipedia.org/wiki/Publizist) oder dem Bereich der Kundenkommunikation (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kundenkommunikation&action=edit&redlink=1) zuzuordnen sind und dementsprechend unter die Regelungen des Telemediengesetzes (http://de.wikipedia.org/wiki/Telemediengesetz) (unter anderem die Impressumspflicht (http://de.wikipedia.org/wiki/Impressumspflicht) – siehe unten) fallen.
Kommunikationswissenschaftliche Merkmale von Weblogs
Charakteristische Merkmale dieser Kommunikationsform sind die Individualisierung der Kommunikation, die Reflexivität hinsichtlich der Medienkommunikation, die Verlinkung und Vernetzung der Webkommunikation bis hin zur Blogosphäre, die Filterung und Selektion der Medienkommunikation durch die Blogger als eine Art neue Gatekeeper (http://de.wikipedia.org/wiki/Gatekeeper_%28Nachrichtenforschung%29), die Interaktivität aller Beteiligten, die Aufhebung der Grenze zwischen Rezipient und Produzent und damit auch zwischen Profis und Laien (was allerdings nicht das Bloggen durch "Kommunikationsprofis" wie Journalisten ausschließt).[6] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-5)
Merkmale der Blogger
Eine Reihe von Studien untersuchen die Autoren von Weblogs, beispielsweise in Hinblick auf soziodemografische Merkmale oder Nutzungsmotive. Problematisch ist dabei, dass viele dieser Untersuchungen nicht beanspruchen können, für die Blogosphäre (http://de.wikipedia.org/wiki/Blogosph%C3%A4re) weltweit oder in einem Sprachraum repräsentativ zu sein, weil keine Informationen über die Grundgesamtheit vorliegen. Eine vergleichende Gegenüberstellung von 29 Studien (deutsch- und englischsprachige Blogger) haben Neuberger/Nuernbergk/Rischke[7] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-6) im Frühjahr 2007 veröffentlicht.
Eine zentrale Erkenntnis dieser Untersuchungen ist, dass die Mehrzahl der Blogger persönliche Erfahrungen und Erlebnisse veröffentlicht, das Weblog also als eine Variante des Online-Journals verwendet.
Eine Studie des Singapore Internet Research Centre unter etwa 1.200 englischsprachigen Bloggern (Koh et al. 2005, S. 2ff) teilte die Blogs in zwei Kategorien ein: 73 Prozent der Befragten führten ein sogenanntes personal Blog, 27 Prozent ein non-personal Blog. Die Blogger der zweiten Gruppe schreiben vor allem, um „zu kommentieren“ und „Informationen zu liefern“. Ihr Ziel ist zudem, ein möglichst großes Publikum zu erreichen. Auch soziodemografisch unterscheiden sich die beiden Gruppen: Non-personal-Blogger sind zum Großteil Männer, die eine höhere formale Bildung als Personal-Blogger haben. Außerdem haben sie im Schnitt mehr Leser, aktualisieren ihr Blog häufiger und verbringen mehr Zeit damit.
Ähnliche Ergebnisse erbrachte im Jahr 2005 eine Umfrage unter mehr als 4.000 deutschsprachigen Bloggern. 71 Prozent der befragten Blogger gaben an, „zum Spaß“ zu schreiben; 62 Prozent wollen in ihrem Blog „eigene Ideen und Erlebnisse für sich selbst festhalten“. Demgegenüber bloggen 33 Prozent, weil sie ihr „Wissen in einem Themengebiet anderen zugänglich machen wollen“, und 13 Prozent „aus beruflichen Gründen“ (Schmidt 2006, S. 43).
Software
Charakteristisch für Weblog-Publishing-Systeme (http://de.wikipedia.org/wiki/Weblog_Publishing_System) ist, dass es mit ihnen sehr einfach ist, Webseiten zu publizieren. Es sind Content-Management-Systeme (http://de.wikipedia.org/wiki/Content-Management-System), die das Anlegen neuer Inhalte sowie die Veränderung und Kommentierung auch für ungeübte Nutzer ermöglichen, dabei jedoch wenig Variationen im Webdesign (http://de.wikipedia.org/wiki/Webdesign) zulassen. Die gestalterische Anpassung erfolgt meist einmalig bei der Installation durch die Auswahl einer von mehreren verfügbaren Design-Schablonen (Templates (http://de.wikipedia.org/wiki/Vorlage_%28Datenverarbeitung%29)). Bei vielen Blogsystemen (zum Beispiel WordPress (http://de.wikipedia.org/wiki/WordPress)) lässt sich das Aussehen durch Wechsel des Templates (oder gar Einspielen eigener Templates) auch im Nachhinein ändern.
Weblog-Software kann auf eigenem Webspace installiert oder als ASP-Dienst (http://de.wikipedia.org/wiki/Application_Service_Provider) bei kostenlosen oder kostenpflichtigen Anbietern genutzt werden.
Zu den bekanntesten Blog-Softwaresystemen gehören Serendipity (http://de.wikipedia.org/wiki/Serendipity_%28Weblog%29), WordPress (http://de.wikipedia.org/wiki/WordPress), Movable Type (http://de.wikipedia.org/wiki/Movable_Type) und Textpattern (http://de.wikipedia.org/wiki/Textpattern), die meist auf PHP (http://de.wikipedia.org/wiki/PHP) basieren. Mietangebote (Application Service Provider (http://de.wikipedia.org/wiki/Application_Service_Provider)) im deutschsprachigen Raum sind zum Beispiel Livejournal (http://de.wikipedia.org/wiki/Livejournal), Twoday.net (http://de.wikipedia.org/wiki/Twoday.net) oder Blogger.de.
Die veröffentlichten Beiträge und Kommentare sind meist auch per RSS (http://de.wikipedia.org/wiki/RSS)-Newsfeed lesbar. Dafür erscheint in modernen Browsern (http://de.wikipedia.org/wiki/Browser) ein Icon (http://de.wikipedia.org/wiki/Icon_%28Computer%29) (meist in der Adressleiste) oder es wird ein Hyperlink (http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperlink) bereitgestellt, der mit dem zu abonnierenden Datenstrom verbunden ist.
Einträge / Posts
Die Einträge, auch Postings oder Posts genannt, sind die Artikel, welche die Hauptbestandteile eines Weblogs darstellen. Sie werden üblicherweise umgekehrt chronologisch aufgelistet, die neuesten Beiträge findet man also zuoberst im Weblog. Ältere Beiträge werden zum Teil auf weiteren Seiten angezeigt oder in Archiven aufgelistet.
Thread
Als Thread (http://de.wikipedia.org/wiki/Thread_%28Internet%29) wird hier die Gesamtheit der aufeinander folgenden Beiträge zu einem bestimmten Thema innerhalb eines Blogs bezeichnet.
Permalinks
Jeder Eintrag, bei manchen Weblog-Systemen auch jeder Kommentar, besitzt eine eindeutige und sich nicht verändernde, permanente Webadresse (URL (http://de.wikipedia.org/wiki/Uniform_Resource_Locator)). So können andere Nutzer oder andere Blogs direkt einzelne Texte anstatt des gesamten Weblogs verlinken. Diese permanenten Links ("Permalinks") werden z. B. genutzt, wenn man einen einzelnen Artikel aus einem RSS-Feed (http://de.wikipedia.org/wiki/RSS-Feed) heraus aufruft.
Kommentare
Bei vielen Weblogs ist es möglich, eine eigene Meinung zu einem Eintrag zu veröffentlichen. Ein solcher Kommentar wird dann auf der gleichen Seite wie der Eintrag selbst oder als Popup angezeigt. Bei vielen Weblogs kann man jedoch festlegen, ob der Kommentar sofort angezeigt wird oder moderiert, also vom Inhaber geprüft und dann freigeschaltet werden muss. Dies wird häufig angewandt, um Vandalismus und Spam in den Blogs zu verhindern.
Trackback und Pingback
Wenn der Blogger A auf einen Beitrag von Blogger B verlinkt, wird dies über die Trackback-Funktion automatisch auf der verlinkten Seite angezeigt, ähnlich wie ein Kommentar. So weiß der verlinkte Blogger B oder einer seiner Leser, dass ein anderer Blogger auf diesen Beitrag verwiesen hat. Nicht jede Weblog-Software unterstützt diese Funktion.
Siehe auch: Trackback (http://de.wikipedia.org/wiki/Trackback), Pingback (http://de.wikipedia.org/wiki/Pingback).
Feed
Ein Feed enthält die Inhalte eines Weblogs in vereinheitlichter Form. Ein RSS-Feed kann mittels Feedreader (http://de.wikipedia.org/wiki/Feedreader) von einem interessierten Leser abonniert werden. Mit dem Feedreader kann der Leser erkennen, dass es im abonnierten Weblog neue Beiträge gibt. Diese Beiträge können auch im Feedreader gelesen werden.
Es gibt verschiedene Feed-Dienste. Der bekannteste ist Feedburner (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Feedburner&action=edit&redlink=1).
Blogroll
Eine Blogroll (deutschsprachig auch Blogrolle) ist eine für den Leser öffentliche Linksammlung zu anderen Weblogs. Diese Linkliste ist auf dem Weblog sichtbar platziert. Autoren von Weblogs haben unterschiedliche Kriterien für die Aufnahme eines fremden Weblogs in ihre Blogroll. Diese reichen von ähnlichen Interessen über die Frequenz neuer Artikel oder Kommentare und geografischen Kriterien bis zu Linktausch. Manche Blogrolls bestehen einfach aus einer Liste von Blogs, die der Autor selbst liest.
Asides
Asides (auch Clippings oder Snippets) sind kleinere Einträge, die häufig nur aus wenigen Wörtern oder Zeilen bestehen und dazu verwendet werden, um mit einer kurzen Erklärung auf interessante Themen auf anderen Seiten oder Weblogs zu verweisen.
Blog-Aktionen
Auf Blogs werden diverse Aktionen durchgeführt, die unter anderem dem Informationsaustausch dienen. Auch der Bekanntheitsgrad eines Blogs hängt von solchen Aktionen ab. Bekannte Blog-Aktionen sind koordiniert, etwa Blogtouren (http://de.wikipedia.org/wiki/Blogtour).
Schlagwortwolken
Schlagwortwolken (http://de.wikipedia.org/wiki/Schlagwortwolke) (Tag Clouds) listen und gewichten die im Blog verwendeten Schlagwörter auf visuell eindringliche Weise. Sie helfen zum Beispiel beim Indizieren (http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaftliches_Indexieren).
Auswirkungen
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/7e/Qsicon_L%C3%BCcke.svg/24px-Qsicon_L%C3%BCcke.svg.png (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%BCckenhaft) In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: (medien)politische Wirkung insgesamt und auch international (auch Zensurmaßnahmen) etwa China, Iran, Russland, aktuell auch Italien [1] (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,665429,00.html) bzw Rolle auch in Demokratien allgemein sowie Belege für bisher dargelegtes etc pp
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wie_schreibe_ich_gute_Artikel) und einfügst (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Blog&action=edit). Weitere Informationen erhältst du hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Wartungsbausteine/Info). Die Hauptautoren wurden noch nicht informiert. Bitte benachrichtige sie (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:WikiProjekt_Wartungsbausteine/AutorenInfo)!
Tendenzen
Manche sehen im Aufkommen von Weblogs und deren starker Verbreitung insbesondere in den USA (http://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Staaten) eine neue Form von Graswurzel-Journalismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Graswurzel-Journalismus), die in Europa leicht in die Tradition des Herstellens von Gegenöffentlichkeit (http://de.wikipedia.org/wiki/Gegen%C3%B6ffentlichkeit) gestellt werden kann.
Folgen der immer größer werdenden Verbreitung von Weblogs sind unter anderem:
Die etablierte Presse übernimmt mittlerweile in Blogs aufgebrachte Themen und erkennt sie teilweise als Meinungsmacher an. Beispiele sind unter Anderem in Deutschland das Unternehmen Jamba! (http://de.wikipedia.org/wiki/Jamba%21) oder die Kampagne Du bist Deutschland (http://de.wikipedia.org/wiki/Du_bist_Deutschland), die sich auf Blogs heftiger Kritik ausgesetzt sahen.
Die Popularität der als unabhängig geltenden Blogs versuchen Unternehmen zu nutzen, indem sie Blogger zu positiven Äußerungen über Produkte animieren. Bestechlichkeit gilt unter Bloggern als einer der schlimmsten Vorwürfe überhaupt.[8] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-7) Deshalb setzen innovative Unternehmen und Organisationen auf den so genannten Social Media Newsroom (http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Media_Newsroom), in dem Blogger nach dem Pull-Verfahren auf eigene Initiative mediengerechte Informationen beziehen können.
Auf Grund der Natur und Anwendung von Weblogs sind gegebenenfalls Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Bloggers möglich. Blogger sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass Weblog-Einträge stark verbreitet und langfristig archiviert werden. Blogger sollten sich daher sehr genau überlegen, was und wie sie formulieren und den Selbstdatenschutz (http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstdatenschutz) beachten.
Weblogs haben mit dem Problem des Blogspams (http://de.wikipedia.org/wiki/Spam#Index-.2C_Link-.2C_Blog-.2C_Social-Bookmark-_und_Wikispam) zu kämpfen.
Deutsches Telemediengesetz
In Deutschland fallen Blogs in den Regelungsbereich des Telemediengesetz (http://de.wikipedia.org/wiki/Telemediengesetz) (in Kraft seit März 2007). Da nach dem Gesetzestext auch Weblogs als Telemedien (http://de.wikipedia.org/wiki/Telemedien) anzusehen sind, sind Weblog-Betreibern damit bestimmte Kennzeichnungspflichten auferlegt. Dazu zählen unter anderem die Notwendigkeit eines Impressums (http://de.wikipedia.org/wiki/Impressum), sofern es sich um ein geschäftsmäßiges Weblog handelt.
Kritiker bemängeln die Unschärfe des Gesetzestextes, der nicht explizit die Kriterien nennt, ab wann genau ein Weblog als geschäftsmäßig gilt.[9] (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog#cite_note-8)
Quelle (http://de.wikipedia.org/wiki/Blog)